Kurzurlaub in Kopenhagen

Straßenansicht in Kopenhagen 2
Rosenborger Schloss in Kopenhagen
Erlöserkirche in Christianshafen in Kopenhagen

Die dänische Metropole Kopenhagen war das Ziel. Mit einem Bus begann die Reise am Dierkower Kreuz, und gleich darauf ersteinmal nach Dänemark mit der Fähre.

Der Wind blies die Wellen hoch, sodass das Schiff ganz gut rollte. Die Fahrt durch Dänemark dauerte dann noch eine Weile. Ansich war die Reise aber durch zum Beispiel Schlafeinlagen recht kurzweilig. In Kopenhagen angekommen, wurde ersteinmal das Hostel aufgesucht. Überraschung gab es durch eine Hostelgebühr von 10€. In den Zimmer wurde sich schnell eingerichtet, nachdem man die Matratze, das 5. Bett gefunden hat.

Das Hostel lag ziemlich zentral und so wurde auch dort der erste Rundgang verbracht. Die Einkaufsmeile (welche wie in jeder anderen Stadt aussah) war schnell entdeckt und Geld war schnell gewechselt. Zu schnell, denn deren Konditionen waren sehr zu unserem Nachteil. Nicht destotrotz wurde eine Hähnchenfastfoodkette aufgesucht und dort gespeist. Danach ging es auf die Suche nach einem Supermarkt. Es wurde nach einigem suchen einer gefunden, doch die Preise sind doch etwas höher als in Rostock üblich. Entsprechend klein fiel das Shopping aus. Zurück zum Hostel wurden die gekauften Lebensmittel teilweise dann verspeist. Danach ging es wieder in die Stadt hinaus an der Christiansborg vorbei nach Christianshafen. Dort wurde ein Runde gedreht und es ging dann wieder zurück Richtung Innenstadt. Ziel war die Gegend um Trivoli (einen Vergnügungspark) und Rathaus. Nachdem man sich vergewissert hat, dass ein Eintritt nun doch Recht teuer war (100DKK ~ 15EUR) ging man zurück zum Hostel. Dort wurde wieder getrunken, gespeist und diesesmal auch eine runde gepokert. Nach dem Gewinn der Runde hab ich mir Mut gefasst und ein Bier im Lokal des Hostels gekauft. Dort wurde auch der Rest des Abends verbracht (beim Pool spielen).

Am nächsten Vormittag spaltete sich unsere Gruppe. Ein Teil sucht ein Vietnamesisches Restaurant auf, der andere einen Netto. Dieser Netto war etwas besonder: es gab keine Kassierer(innen). Alle Einkäufe mussten selbst gescannt werden und an schließend musste der Betrag beglichen werden. Wahrscheinlich die Zukunft der Supermärkte. Nachdem die Einkäufe zurück zum Hostel gebracht wurden, kam es noch zu einem Besuch eines Buchladens. Auf fiel, das über die Hälfte der Literatur (aller Genre) auf englisch waren. Anscheinend lohnt sich nicht bei jedem Buch eine Übersetzung.

Die Gruppe traf sich im Hostel wieder und begab sich danach auf dem Weg zum Kastellet. Der Weg führte zum Magasine du Nord, einem Nobelkaufhaus. Auf einem Besuch wurde verzichtet, stattdessen wurd eine U-Bahnstation besucht. In Kopenhagen fahren die U-Bahnen ohne Fahrer. Das Gleis kann nicht betreten werden, sondern ist mit einer Glaswand abgerigelt. Die Türen der Wand öffenen sich erst, wenn die Bahn steht. An der Nationabank vorbei ging es an den Indenhavnen. Dort entlang vorbei am köngilichen Theater, eins, zwei Superyachten und den Hauptsitz von Maersk zum Gefionspringbrunnen, an dem das Gelände des Kastellet beginnt. Auf den Wallanlagen ging es zuerst zur kleinen Meerjungfrau. Diese weltberühmte Statue ist eine kaum menschengroße Stahlfigur, die auf einen von unzähligen Findlingen sitzt. Man würde sie wohl übersehen, ständen nicht stets eine Traube fotographierender Touristen im Halbkreis um sie herum. Eine Tüte kandierter Nüsse versüßt den Augenblick. Danach ging es über die Wallanlagen weiter zum Kastellet. Diese Anlage war einst eine köngliche Kaserne. Im Ernstfall könnte dort der König hin fliehen und die Stadt verteidigen oder zurück erobern (Kanonen waren in alle Himmelsrichtungen, also auch auf die Stadt, gerichtet). Die Kaserne war eine Stadt in der Stadt mit Kirche und Bau. Noch heute gehört das Kastallet zum Militär, es befindet sich aber nun die Verwaltung und so weiter drin. Die Anlage ist in etwa wie das Spandauer Zitadelle oder die Kapstädter Castle aufgebaut. Drumherum gibt es Wassergräben und vorgelagert den Churchillpark, den wir beim verlassen durchquerten. Wir bahnten uns nun den Weg zum Könglichen Garten und streiften dabei die Frederikskirche. Sie ist dem Petersdom in Rom nachempfunden, teilweise aus Mamor (sie wird auch Mamorkriche genannt) und dämischem Sandstein.

Der Königliche Garten ladet mit seinem großen Wiesen gerade zu zum Picknicken, Saufen und Ballsport ein. Am Rosenborger Schloss vorbei ging es an am Runden Turm vorbei durch die Einkaufmeile zurück zum Hostel. Die zweite Tour des Tages ging zum Norrebro. Dieses Viertel nördlich der Innenstadt ist weitaus weniger Touristisch. Das Fastfood (Döner) wurde bezahlbar. Doe Norrebrogade ähnelt ein wenig der Karlmarx Straße in Neukölln. Ein Abstecher in ein Lokal wird mit einem frisch Gezapften verknüpft. Eine gute Gelegenheit, den Regenschauer abzuwarten. Und dann geht es wieder Richtung Zentrum. Später am Abend wird das Versterbro hinter dem Trivoli besucht. Hier befinden sich traditionsgemäß ein paar Rotlichgeschäfte und am späten Abend sieht man auch die ein oder andere Sexarbeiterin. Entlang des Sonder Boulevard sind einige Veranstaltungen. Ein Festival nähert sich dem Ende, auf der Straße wird aufgelegt und ein paar Straßen weiter trifft sich die Jugend in einem Club. Die Clubs ähneln oft einfachen Restaurants. Große Scheiben lassen die Enge drinne sehr erkenntlich werden. Auch eine Ecke weiter von unserem Hostel gibt es eine solche Lokalität, die in einem Kellergeschäft eingelagert ist. Die hübschen Mädels kommen erst zu diesen Gelegentheiten recht fein gemacht mit ihren Rädern angeradelt oder in Gruppen angetorkelt. Ein Frauenüberschuss ist erkennbar. Allgemein kann man sagen, dass Kopenhagen stark auf Fahrräder angelegt ist. Fahrradspuren sind nur wenig enger als Autospuren, es gibt extra Ampel und fast alle Taxis haben eins, zwei Plätze für Fährräder an der Anhängerkupplung. Am Abend leih ich mir an einem Leihfahrradständer ein Fahrrad aus (ähnlich wie man hier Einkaufswagen erhält) und radel einmal um die Innenstadt.

Am nächsten Tag müssen wir recht früh aus dem Hostel auschecken und bringen die Sachen zum Bahnhof. Da es dort leider keine Ausleihfahrräder gibt, müssen wird zu Christiania laufen.

Christiania ist ein Freistaat, hat sich also unabhängig erklärt, mit eigener Währung, Post und Regeln. Zum Beispiel ist dort Haschisch erlaubt. Wird sind recht früh da (vor 12 Uhr) dennoch kann man in der Pusherstreet schon Hasch kaufen. Ich leiste mir einen Christianiabeer (ökologisch und aus Dänemark importiert), welches recht herb schmeckt. Außer einem Basar bei der Pusherstreet und ein paar Lokalen ist kaum etwas geöffnet. Werkstätten und Wohngebäude sind aber zu erkennen. Richtung Norden gibt es einige Selbstgezimmerte Einfamilienhäuser mit Gärten und Gewächhäusern (in denen auch mal Hanf wächst). Autos sind nicht erlaubt. Pferde aber anscheinend schon.

Nach einem Besuch des Nationalmuseum geht es so langsam zum Bus und wird fahren zurück nach Rostock. Diesesmal ist die See bei der überfahrt weitaus ruhiger.

Weiter Bilder gibt es in der Galerie.

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