Exkursion nach Darmstadt und Wetzlar

Unterkunft in der Jugendherberge Gießen
Testlabor bei Continental
Sehenswürdigkeit in Darmstadt
Büro bei Continental
Auf dem Weg zu CST
In der Projektwoche vom 14.06 - 17.06.2011 gab es insbesondere für die technischen Studiengänge (Elektrotechnik, ITTI, CE und Informatik) einige Möglichkeiten ein paar Firmen kennenzulernen. Unter anderem die Exkursion nach Darmstadt und Gießen, der ich mich angeschlossen habe. Hintergrund dieses Unternehmens ist der baldige Abschluss an der Uni meinerseits und somit besonders hohes Interesse an potentiellen Firmen.
Die Fahrt begann am 14.06 um 6:00 Uhr in der Möllner-Str. 11 nahe des Studentenwohnheimes in Lichtenhagen. Mit einer Teilnehmerzahl von 34 Leuten (davon 2 weiblich) fuhren wir mit einem gut ausgestattetem Reisebus in Richtung Darmstadt, in der die erste Firma CST (Computer Simulation Technology) AG auf unser Erscheinen wartet. Um 14 Uhr war die Firmenvorstellung geplant, jedoch kamen wir erst gegen 15 Uhr weil Stau und Pausen und vielleicht ein wenig Verkalkulation es nicht eher zuließen. Der Empfang war nett und herzlich wie nicht anders zu erwarten war. Die verschiedenen Vorträge waren allesamt sehr interessant, außerdem gab es eine Führung in der wichtigsten Sachen erklärt wurden. All dies und auch schon die gesamte Planung der Exkursion fand in englischer Sprache statt. Der Grund sind die Teilnehmer, denn die meisten kommen aus Indien und studieren Computational Engineering (CE) . Folgende Länderstatistik konnte ausgemacht werden:
  • 8 Deutsche
  • 2 Togonesen
  • 1 Asiatin
  • 2 Undefinierte (nach dem äußeren Franzosen)
  • 21 Inder
Neben Fragen und Antworten gab es auch eine Kaffeepause in der internen Kantine mit schmackhaftem Kuchen. Die CST AG entwickelt das Produkt CST Studio Suite, eine Modellierung- und Simulationssoftware für die Bereiche: Microwave, Electro magnetic, Particle, Cable, Printed Circuit Board, thermaland structural mechanics, Design. Sehr interessant war der Einblick in die Arbeit einer Softwareentwicklerin (Tagesablauf) im Bereich der UI-Entwicklung. Themenschwerpunkte der Vorträge waren Simulation, Softwareentwicklung, Test, Training, Support und Vertrieb.
Am Ende der Präsentationen angelangt fuhren wir weiter nach Gießen zu unserer Unterkunft. Es war eine Jugendherberge, in der wir unser Abendbrot einnahmen, Abwurfball mit Anti-Stress-Bällen von CST spielten und in englischsprachigen Diskussionen zur Politik und Bildung verfielen. Das Zimmer teilte ich mir mit 7 Indern und einem Togonesen direkt unter dem Dach. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Inder, die ich kennengelernt habe ein lustiges, offenes und gesprächiges Völkchen bildeten. Ab und zu gab es leichte Verständigungsprobleme aufgrund meiner mangelhaften Fähigkeit englisch zu beherrschen und deren Aussprache, welche nicht dem Oxford-Standard entsprach. Dennoch haben wir uns gut verstanden. Viele behielten meinen Namen nachdem ich ihn buchstabiert habe, während ich alle vergaß (muss wohl an den komplizierten Namen liegen). Viele Inder haben mich an kleine nette Kinder erinnert im positiven Sinne: sie winken ich im Bus einander zu, haben bei Augenkontakt immer ein Lächeln übrig, fotografieren merkwürdige Szenerien und sind sehr höflich.
 
Am nächsten Morgen galt es sich fertig zur Abreise zu machen und rechtzeitig zum Frühstück einzutreffen, welches 7:45 begann. Für eine Jugendherberge war das Essen und die Übernachtung sowohl im Preis als auch in der Qualität angemessen. Danach ging es nach Wetzlar zu Continental. Das Gebiet mit dem sich Continental beschäftigt ist sehr umfassend, im Prinzip ist es ein Autozulieferer, der viele elektronische Teile herstellt. Gegenstand der Vorträge waren ebenfalls hauptsächlich Simulation und zwar in den Bereichen: Material sowie Licht, EMC, Wärme und sonstiger Strahlung. Es wurde der Prozess der Herstellung z.B. von Autoradios sowie die Firmengeschichte vorgestellt. Eine Firmenführung wurde ebenfalls durchgeführt und führte uns in das Lichtlabor, EMC-Labor und in ein Großraumbüro (kannte ich bisher nur aus dem TV).
Ein kräftiges Mittag stärkte unsere Aufnahmefähigkeit gegen Ende der Vorstellung in einer Mensa.
Die Heimfahrt gestaltete sich als ebenfalls langwierig, jedoch wurde die Zeit mit Musik, Schlafen, Nachdenken, Doku gucken, virtuellem Skat und diesem Bericht vertrieben. Fazit der Exkursion ist die Tatsache, das ich mich weder bei CST AG noch zu Continental hingezogen fühle, da sie eher physikalische bzw. elektrotechnische Hintergründe haben und sie nicht so ausgeprägt mit Softwareentwicklung zu tun haben, wie ich es mir erhoffte. Dennoch hat sich die Exkursion gelohnt, da die Inhalte spannend und interessant waren und die Gesellschaft in der ich mich befand sich wie ein Miniauslandsaufenthalt entpuppte. Bis zur nächsten Entdeckungsreise.

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